Leben ausgebreitet auf dem Tisch: Wahrsagen aus Tarotkarten!


Tarotkarten eignen sich hervorragend als Wahrsagemedium. Während manche sie lediglich als Spiegelmöglichkeit ihrer aktuellen Befindlichkeit anwenden, gibt es Hardliner, die Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart aus einzeln gezogenen Karten oder komplexen Legesystemen herauslesen.

Ob man mit klassischen Tarotdecks von Rider-Waite oder Aleister Crowley arbeitet, oder auf andere sehr pittoresk und phantasievoll gestaltete Karten zurückgreift (z. B. Astrologische, kabbalistische, numerologische oder Natur- und Pflanzendecks) hängt vom persönlichen Geschmack, besonders aber der seelischen Affinität ab, die man zum jeweiligen Deck aufbauen kann. Die Grundbedeutungen der Karten bleiben jedoch immer und in allen Spielen gleich.

Legesysteme zum Wahrsagen über die Liebe, das Leben im Allgemeinen, als Entscheidungsspiel oder Tagesausblick

Das Beziehungsspiel

Spannend und treffsicher ist diese Legung, und sie irrt selten. Der entscheidende Punkt besteht darin, die Karten in ihrer mystischen Botschaft korrekt zu interpretieren!

Für das Beziehungsspiel werden aus dem gemischten, verdeckt aufgefächerten Set 7 Karten gezogen und umgedreht. Eine zeigt den aktuellen Status Quo der fraglichen Beziehung, sowie jeweils 3 weitere Karten jeden der beiden Partner. Man erkennt nach dem Aufdecken das bewusste Denken der beiden Partner, ihre inneren, vielleicht verheimlichten Gefühle und das, was sie nicht nach außen sehen lassen.

Das Keltische Kreuz

Fragen nach dem Verlauf einer Lebensphase, eines Projektes oder des neuen Lebensjahres können mit dieser uralten Legemethode analysiert werden. Aus den gemischten Tarotkarten werden verdeckt 10 Karten gezogen und nach dem Muster des Keltischen Kreuzes ausgelegt.

Für folgende Bedeutungen stehen die Karten: Die 1. und 2. Karte zeigen, worum geht es, und was dazukommt, also den Plan „kreuzt“. Die 3. Karte zeigt das Bewusste, die 4. das Unbewusste, die 5. die Vergangenheit, die 6. erzählt etwas über die nahe Zukunft.

Nun folgen die restlichen vier Karten. Sie offenbaren auf dem 7. Platz den Kartenleger selbst, die 8. Karte zeigt äußere Einflüsse, die jetzt gerade auftauchen oder in Kürze auftauchen werden, die 9. Karte spiegelt die eigenen Emotionen wider, und die 10. sagt, wie der langfristige Ausgang zu der gestellten Frage verlaufen wird.

Das Keltische Kreuz eignet sich für alle Situationen, die ein Mensch vielleicht ausleuchten möchte, die Voraussetzung ist jedoch etwas mehr Zeit.

Einfach und schnell: das Entscheidungsspiel und die Tageskarte

Für das Entscheidungsspiel zieht man wiederum verdeckt aus dem gut gemischten Kartenstapel zwei Karten: die eine zeigt, was geschieht, entscheiden wir uns für Handlung a), die zweite, was uns erwartet, sollten wir uns für Lösung b) entscheiden.

Die folgende Methode ist einfach und auch ein guter Einstieg, um sich mit einem neuen Deck vertraut zu machen: das Ziehen einer Tageskarte! Wie wird der Tag werden? Worauf sollte man achten?

Grundlegende Bedeutungen der Karten

Natürlich kann an dieser Stelle nicht dezidiert die Bedeutung von 78 Tarotkarten erklärt werden. Als Faustregel gilt:

Die Große Arkana, (die Kartennummern 0 – 21, Narr, Tod, Turm, Glück, Universum etc.) hat große Bedeutung. Die kleinen Arkanakarten werden grob wie folgt interpretiert:

Stabkarten stehen für Erneuerung und Kraft, die Kelchkarten zeigen das Seelenleben, die Schwerter zeigen Kampf und Geist und die Scheibenkarten repräsentieren Materie, Körper und Erfolg.

Doch Achtung: dies ist nur eine sehr oberflächliche Beschreibung. Gute Lehrmaterialien sind hingegen die Werke des verstorbenen Hajo Banzaff.